Leidenschaft in Farben


Jean-Marc Chamard :

Malen ganz anders  

"Aquarellen sollten nicht länger nur

in Hallen und Korridoren zu finden sein!"

Gemälde um Gemälde, Jahr um Jahr, versucht Jean-Marc Chamard, sich neben oder anstelle der Ölgemälde einen Platz zu erobern, welche die Wände in so vielen Räumen zu monopolisieren scheinen ... er möchte die Richtung des Interesses der großen Galerien ändern. Wird die Aquarelle erst durch eine langjährige Erfahrung als eine wahre Kunstform mit extrem hohen Standards anerkannt? Voll davon überzeugt, dass die Aquarelle noch immer nicht alle ihre Geheimnisse offenbart hat, fing der Maler an, Themen zu malen, die jedesmal komplexer und anders waren, und in immer größeren Formaten. Mehr und mehr unbefriedigt begann er - obwohl das sogar unangebracht erscheinen dürfte - Aquarellen auf schwarzem Papier zu malen ...

Die Mischung von Techniken, die weit und breit als unvereinbar galten, und eine originelle Präsentation derselben erweisen sich als Ingredienzien, nach denen das Publikum geradezu auf der Suche war. Chamard malt seit über 35 Jahren. Seine nationalen und internationalen Ausstellungen liefern den Beweis seiner Konsistenz. Als ehemaliger Student am Beaux-Arts-Institut in Saint-Etienne setzt er, wie ein Musiker seine Tonleitern spielt, eine altbekannte Redensart in die Praxis um: "Egal um welchen Stil oder welche Art des Malens es sich handelt, die Grundlage des Ganzen ist der Entwurf, nicht als der Entwurf. Das ist das Gerüst, das ist die Basis, und der Rest ist nicht als Dekoration ..."

"Und so gibt es, alles in allem,

nichts anderes als die Aquarelle ..."

"Weil Malen ohne Risiken nicht vorwärts bringt, sondern nur Stillstand bedeutet ..." Jean-Marc Chamard, jedesmal weitersuchend, entschloss sich mit Acrylfarben zu experimentieren. Eine neue Episode der Auslotung dieser neuen Technik begann im vergangenen Sommer, und im Herbst hatte er schon zu seiner Richtung gefunden: mit der goldenen Milde der Zeit, einer einfachen Staffelei, einigen Pinseln wird man an bretonische Küsten geführt, ins Herz marokkanischer Souks, ins Herz einfacher und alltäglicher Dinge. Und dann, wenn die Pinsel nicht mehr zu genügen scheinen, verwendet der Maler ein Messer und zwingt er sich selbst zu einer neuen Art emotionalen Malens. 2010 wird einmal mehr eine Episode sein, in der er sich als ein wiederum anderer Maler zu erkennen gibt.

Jean-Marc Chamard


 

 

 

 

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